Stuttgart. Die rund 30.000 Beschäftigten im Metallbau und in der Feinwerktechnik in Baden-Württemberg erhalten mehr Geld. Darauf haben sich die IG Metall Baden-Württemberg und der Unternehmerverband Metall am gestrigen Donnerstagnachmittag geeinigt.
Das Ergebnis sieht für die Beschäftigten in Anbetracht der anziehenden Inflation eine Ausgleichsprämie von 9x 85 Euro brutto ab Mai 2026 bis Januar 2027 vor. Auszubildende und dual Studierende erhalten die hälftige Ausgleichsprämie, Teilzeitbeschäftigte erhalten diese anteilig. Ab Februar 2027 steigen die Entgelte zudem tabellenwirksam um 2,7 Prozent.
Maximilian Locher, Verhandlungsführer der IG Metall Baden-Württemberg: „Die wirtschaftliche Lage ist angespannt, viele Betriebe und Beschäftigte stehen unter Druck. Umso wichtiger war es für uns, in diesen schwierigen Zeiten ein Ergebnis zu erreichen, das die Leistung der Kolleginnen und Kollegen anerkennt und gleichzeitig den Betrieben Planungssicherheit gibt. Das ist kein einfacher Abschluss gewesen, sondern das Ergebnis harter Verhandlungen auf Augenhöhe und einer hohen Beteiligung in den Betrieben.“
Im Vorfeld der Verhandlungen hatten Beschäftigte mit Warnstreiks und Aktionen ihre Forderungen untermauert. An einer begleitenden Kundgebung zur zweiten Verhandlung am 07. Mai 2026 vor dem Verhandlungslokal in Stuttgart-Feuerbach beteiligten sich rund 150 Kolleginnen und Kollegen.
Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 17 Monaten und gilt bis zum 30. September 2027.
Anmerkung: Aufgrund der negativen Entscheidung des Bundesrats zur steuerlichen Behandlung der geplanten Entlastungsprämie mussten die Tarifparteien das Verhandlungsergebnis nochmals anpassen und nachverhandeln. Ziel war es, die vereinbarte Entlastung für die Beschäftigten dennoch abzusichern und eine tragfähige Lösung für beide Seiten zu finden.
Sami Mokdad
Pressesprecher
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