Ehrung von 361 Jubilaren für jahrzehntelange Treue Jubilarfeier der IG Metall Heidenheim

Die IGM Heidenheim hat bei ihrer diesjährigen Jubilarfeier am 01.10.26 in der Voith-Arena insgesamt 361 Kolleg:innen für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Feier

12. Oktober 2026 12. Oktober 2026


Die IG Metall Heidenheim ehrt 361 Jubilare für jahrzehntelange Treue

Von 40 bis 80 Jahre Mitgliedschaft: Jubilarfeier würdigt gelebte Solidarität und gewerkschaftliches Engagement

Heidenheim. Die IG Metall Heidenheim hat bei ihrer diesjährigen Jubilarfeier in der Voith-Arena insgesamt 361 Kolleginnen und Kollegen für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. Die Jubilare blicken auf 40, 50, 60, 70, 75 und sogar 80 Jahre Mitgliedschaft zurück und stehen damit für Generationen gelebter Solidarität, gewerkschaftlichen Zusammenhalt und den Einsatz für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen.

Besonders bemerkenswert: Erneut konnte ein Mitglied für außergewöhnliche 80 Jahre Zugehörigkeit zur Gewerkschaft geehrt werden. Damit verkörpert die Jubilarengruppe eindrucksvoll die Geschichte der Arbeitnehmerbewegung von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart.

In seiner Ansprache betonte Tobias Bucher, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Heidenheim, die besondere Bedeutung der Jubilare für die Gewerkschaft:

„Eine Gewerkschaft ist mehr als eine Organisation. Sie ist ein Band, das Menschen verbindet, ein Anker in bewegten Zeiten und eine Stimme für diejenigen, die allein nicht gehört werden. Unsere Jubilare haben mit ihrer Verlässlichkeit, ihrem Engagement und ihrer Solidarität dazu beigetragen, dass die IG Metall heute eine starke Gemeinschaft ist.“

Gleichzeitig verwies Bucher auf die aktuellen Herausforderungen für die Industrie im Landkreis Heidenheim. Digitalisierung, Klimawandel, geopolitische Konflikte und wirtschaftliche Unsicherheiten stellten Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen vor große Aufgaben. Gerade deshalb brauche es starke Gewerkschaften, Mitbestimmung und Tarifverträge, um den Wandel sozial gerecht zu gestalten.

Festredner Ralf Reinstädtler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, würdigte die Lebensleistung der Jubilare und spannte den Bogen über acht Jahrzehnte deutscher Industrie- und Gewerkschaftsgeschichte. Von den Aufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg über die Auseinandersetzungen um Mitbestimmung, Lohnfortzahlung und die 35-Stunden-Woche bis hin zu den aktuellen Herausforderungen der industriellen Transformation hätten die Jubilare Gewerkschaftsgeschichte aktiv mitgestaltet.

„Rechte bleiben nur stark, wenn Menschen für sie einstehen“, erklärte Reinstädtler. Die langjährige Treue der Jubilare sei deshalb nicht nur Anlass zur Dankbarkeit, sondern auch Ermutigung für kommende Generationen, sich weiterhin für Solidarität, Demokratie und soziale Gerechtigkeit einzusetzen.

Die Veranstaltung stand insgesamt unter dem Zeichen von Zusammenhalt und generationsübergreifender Solidarität. Die Geehrten hätten zahlreiche wirtschaftliche Krisen, technologische Umbrüche und gesellschaftliche Veränderungen erlebt und dabei erfahren, dass Fortschritt stets das Ergebnis gemeinsamen Handelns sei. Diese Erfahrungen seien auch heute Orientierung für die Zukunft.

Zum Abschluss dankte die IG Metall allen Jubilarinnen und Jubilaren für ihre jahrzehntelange Verbundenheit:

„Die größte Stärke einer Gewerkschaft waren nie Gebäude oder Verträge. Ihre größte Stärke waren immer die Menschen. Menschen wie unsere Jubilare.“

361 Jubilare wurden 2026  für insgesamt 17.695 Jahre Mitgliedschaft geehrt:

  • 191 Mitglieder für 40 Jahre Mitgliedschaft

  • 74 Mitglieder für 50 Jahre Mitgliedschaft

  • 44 Mitglieder für 60 Jahre Mitgliedschaft

  • 38 Mitglieder für 70 Jahre Mitgliedschaft

  • 13 Mitglieder für 75 Jahre Mitgliedschaft

  • 1 Mitglied für 80 Jahre Mitgliedschaft

Glück auf!